Wildes Spiel, aber wieder keine Punkte

Mit der fünften Niederlage in Serie verabschiedet sich unsere 1. Mannschaft in die Winterpause. Im vor allem nach der Pause vogelwilden Kick gegen Rommerskirchen konnte man drei Mal einen Rückstand aufholen, hatte aber auf die letzten beiden Tore der Gäste keine Antworten mehr.

Nicht nur aufgrund der beiden Platzverweise der letzten Woche, sondern auch aus verletzungsbedingten Gründen hatte das Trainerteam heute kaum eine Wahl bei der Aufstellung. So musste Yannick Höyng als Innenverteidiger aushelfen und mit Farid El Ouamari saß nur ein etatmäßiger Kaderspieler auf der Bank.

Der Beginn der Partie ließ dann nichts gutes vermuten. „Wir haben schlecht angefangen“, fand auch Co-Trainer Timm Oppermann. In der ersten Viertelstunde kam man quasi nicht aus der eigenen Hälfte raus und fand keinerlei Mittel, sich zu befreien. So war das 0:1 folgerichtig. Leufgen kam von links frei zum Schuss. Lirim Iberdemaj kratzte die Kugel so grade noch aus dem kurzen Eck, aber Kupper staubte ab. Zwar klar im Abseits, aber der Treffer zählte.

Und weckte Uedesheim auf. Sven Nitsch gab den ersten Warnschuss ab, der abgefälscht am Außennetz landete. Nach einer knappen halben Stunde landete ein Ferber-Freistoß am langen Pfosten bei Andre Speer, der toll auf Jannick Michalsky ablegte, der sehenswert zum Ausgleich einschob.

Lange durfte man sich jedoch nicht freuen. Denn im Gegenzug bekam man die Kugel im eigenen 16er nicht geklärt, das Spielgerät fiel Kupper vor die Füße und aus kurzer Distanz hatte der Stürmer keine Probleme, das 1:2 zu markieren. „Was wir für Gegentore kriegen, das ist echt unnötig. Teilweise haben wir uns die Dinger fast selber reingemacht“, war dann nach dem Spiel auch Oppermann nicht mit dem Defensivverhalten seiner Jungs einverstanden.

Fünf Minuten vor dem Wechsel stellte Andre Speer dann auf 2:2. Nach einem langen Ball war der Angreifer zumindest stark abseitsverdächtig auf halblinks frei durch und überlupfte Keeper Wirtz problemlos. „Abseits ist immer schwer für einen Schiri der alleine ist“, fand Oppermann. „Aber heute machen die drei Abseitstore und wir eins. Das ist zu viel.“ 

Aus der Kabine kam Uedesheim dann gut raus. Taki fand Speer, der aus 18 Metern nur knapp daneben zielte. Dann flog Wirtz an einer Ecke vorbei und Aziz Abassi köpfte aufs Tor. Aber auf der Linie stand noch jemand und klärte die Kugel.

Oppermann: „nach dem 2:2 haben wir das Spiel dann im Griff. Und dann machen wir wieder Fehler.“ Besonders eklatant vor dem 2:3. Eigentlich hatte Uedesheim den Ball auf rechts sicher, vertendelte das Leder dann aber unnötig und am Ende des Konters durfte Kupper erneut im Abseits stehend das 2:3 erzielen.

Womit die Partie früh wild wurde. Denn Uedesheim warf nun alles nach vorne und hatte hinten Glück, dass Friederichs einen Konter nur an den Pfosten setzte. Dann folgte aber doch der schnelle Ausgleich. Speer kam über links, zumindest sehr abseitsverdächtig, und fand Michalsky im Strafraum. Der Youngster stellte aus kurzer Distanz auf 3:3.

Lange hielt das Unentschieden aber wieder nicht. Entscheidend für das genickbrechende 3:4 waren zwei verlorene Kopfballduelle im Mittelfeld. So war auf einmal wieder Kupper auf dem Weg und schoss sein viertes Tor an diesem Tag. 

Speer hatte noch eine Chance auf das 4:4, und man bekam auch noch drei, vier gute Freistoßmöglichkeiten, aber unter dem Strich erzeugte man viel zu wenig Gefahr aus diesen Situationen heraus. Gegen eine Abwehr, die auch alles andere als Sattelfest wirkte. 

Zorn machte dann eine Minute vor dem Ende nach einem Konter mit dem 3:5 den Deckel drauf und Uedesheim war erneut nur zweiter Sieger. „Aufs‘ ganze Spiel gesehen war das heute viel zu wenig“, musste auch Oppermann hinterher eingestehen.

Da jedoch Ratingen und Kalkum heute auch nicht gewinnen konnten, steht man zur Winterpause über dem Strich. Sollte also nochmal Fahrt in die Corona-Situation kommen, könnte in dieser Hinsicht nichts passieren.

Timm Oppermanns Fazit zum Winter: „Gefühlt haben wir eine gute Hinrunde gespielt, aber trotzdem stehen wir unten drin. Wir müssen jetzt an uns arbeiten und in der Rückrunde 18-20 Punkte holen, um mit unten nichts zu tun zu haben.“

In der Liga geht es erst im März weiter. Am Donnerstag steht aber noch das Pokalspiel in Delrath an. Angestoßen wird um 19.30 Uhr.

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