Über Umwege im Pokal weiter

Erst im August hatte es ein kurioses Pokalspiel in Delhoven gegeben. Das 4:5 mit zwei verletzten Keepern auf Uedesheimer Seite gehörte damals noch zur letzten Saison. Am Donnerstag ging es im Achtelfinale des diesjährigen Kreispokals zur Sache.

Mit ein wenig Rotation starteten die Neusser ins Spiel beim A-Ligisten. Robin Höyng hatte per Freistoß die erste gute Chance für Uedesheim. Aber Delhoven war stets per Konter gefährlich und Lirim Iberdemaj konnte gegen Erren per Fuß das 0:0 halten.

Auch gegen Frason parierte der SV-Keeper stark, ehe Uedesheim seine optische Überlegenheit in die Führung umwandeln konnte. Sebastian Lohr war nach einer Ecke vorne geblieben und verwandelte die Flanke von Karam Ramadan per Kopf.

Kurz vor der Pause bekamen die Hausherren nochmal Oberwasser. Nepp zielte knapp am Winkel vorbei, Frasen setzte einen Seitfallzieher daneben. Vermutlich waren die Neusser froh, mit der Führung in die Pause zu kommen, nachdem Müller mit dem Pausenpfiff auch noch am Innenpfosten scheiterte.

Durchgang zwei begann zunächst mal ohne große Aufreger. Uedesheim hatte oft den Ball, aber nur wenig Ideen, wie man denn konstruktiv nach vorne spielen sollte. Nach zehn Minuten hatte dann Aziz Abassi mal Platz auf dem rechten Flügel, flankte über die Abwehr hinweg zum eingerückten Daniel Ferber, der sehenswert zum 0:2 ins lange Eck traf.

Die Entscheidung? Mitnichten! Denn nur 5 Minuten später gab es eine völlig unberechtigte rote Karte gegen Patrick Wesoly. Der Kapitän war letzter Mann, wurde aber von seinem Gegenspieler gefoult und nicht umgekehrt. Der Schiri sah das anders und ließ den SV zu zehnt weiter spielen. Damit waren auch die Zuschauer wieder im Spiele und da Müller den fälligen Freistoß aus 18 Metern direkt versenkte, war die Doppelbestrafung perfekt.

Iberdemaj stand nun mehr und mehr im Mittelpunkt und zeigte starke Paraden, vor allem gegen Franson. Kotulla schaffte dann aber doch zehn Minuten vor dem Ende das 2:2. Nur eine Minute später schwächten sich die Hausherren nach einer Tätlichkeit selbst und nunmehr standen auf beiden Seiten nur noch 10 Spieler auf dem Feld.

Kurz vor dem Ende waren die Gastgeber sogar nur noch zu neunt, aber wenig später ging es ins Elfmeterschiessen. Hier hatten die Neusser die besseren Schützen nominiert, trafen einmal mehr und zogen damit in die nächste Runde ein. 

Über das Verhalten der Gastgeber und ihrer Fans nach dem Spiel kann man erneut nur den Kopf schütteln, in Sachen Fairplay braucht es definitiv noch eine Schulung in Delhoven. Aber wenn das Los die beiden Vereine nicht im kommenden Jahr erneut zusammen bringt, dürfte bis zum nächsten Gastspiel Gras über die Szenen gewachsen sein.

Unter dem Strich kommt der SV mit einem blauen Auge davon und darf sich über die nächste Runde freuen.

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