Skaterhockey

Unnötige Niederlage gegen Kaufungen

06.09.20
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Am gestrigen Samstag stand das nächste Heimspiel für die Uedesheim Renegades an. Gegen die Kaufungen Hornets setzte es eine unnötige 7:9-Niederlage.
Durch den Sieg beim Serienmeister Mannheim hatte man sich viel vorgenommen und ging mit breiter Brust in das Spiel gegen die Hornets, bei denen DEL2-Torhüter Jerry Kuhn (Kassel Huskies) zwischen den Pfosten stand. Hinzu kamen einige Nationalspieler sowie weitere Eishockeyprofis. Man wollte jedoch unbedingt Punkte nachlegen und zeigen, dass man in dieser kleinen, neuen Liga mitspielen kann.
Starker Renegades-Auftakt
Dass man mit der richtigen Einstellung ins Spiel startete, zeigten die ersten Minuten eindrucksvoll. Nach sehr kurzer Abtastphase war es Leon Fern, der die Scheibe vor das Tor brachte. Den Rebound konnte Kapitän Lukas Pfeil nach zwei gespielten Minuten im Tor der Hornets unterbringen. Nur knapp zwei Minuten später war es wieder Pfeil, der die Scheibe an der Mittellinie eroberte und mit einem trockenen Schuss in den Winkel Goalie Kuhn überwinden konnte.
Auch weiterhin zeigten sich die Renegades in Spiellaune. Man spielte clever hinten raus, nutzte Unachtsamkeiten des Gegners und spielte sich weitere gute Torchancen heraus. Besonders die dritte Reihe um Routinier Roy Lindner und Christian Kohnen kam einige Male dem Torerfolg sehr nah.
Nach weiteren sechs gespielten Minuten war es dann Verteidiger Udo Scholz, der nach tollem Pass von Alex Eckl die Scheibe nur noch zum 3:0 einnetzen musste.
Die Zuschauer sahen einen bis dahin tollen Auftritt der Jungs vom Rhein. Aber auch Kaufungen kam immer wieder gefährlich vor das von Dennis Kohl herausragend gehütete Tor. Und so konnten sich die Hornissen, nachdem ein Rebound dem Kaufunger auf den Schläger fiel, vier Minuten vor Ende des ersten Viertels auch das erste Mal auf die Anzeigetafel bringen. 55 Sekunden vor Ende des ersten Viertels stellte Udo Scholz den alten Drei-Tore-Abstand wieder her.
Der Zweite Spielabschnitt startete etwas ruhiger, aber auch hier zeigten sich die Renegades konzentriert, so konnte Kuhn einen Schuss von außen nur nach vorne prallen lassen und Fern hatte keine Schwierigkeiten den Puck im Tor unterzubringen. Eine Minute später nutzte Kaufungen eine Unachtsamkeit in der Defensive der Neusser und Maximilian Pohl konnte Dennis Kohl überwinden.
Fünf Minuten vor Ende des zweiten Viertels konnte Kaufungen durch ein Powerplay-Tor den Abstand sogar noch weiter verkürzen. Im dritten Viertel neutralisierte man sich gegenseitig und man gab den Torhütern die Möglichkeit sich auszuzeichnen. Kaufungen hatte hier schon das Spiel angepasst, man Checkte aggressiver vor und die Uedesheimer gerieten mehr unter Druck.
Letztes Viertel komplett verschlafen
Den Start des letzten Spielabschnitts verschliefen die Neusser total, und so brauchte Kaufungen fünf Minuten, um die Führung zu egalisieren. Nachdem Kohl seinen Platz im Tor für den jungen Daniel Walczak freigemacht hat, konnte Kaufungen sogar noch zwei weitere Tore nachlegen. Zehn Sekunden vor Ende kam Uedesheim im Powerplay nochmal auf ein Tor heran, setzte mit fünf Feldspielern alles auf eine Karte, kassierte aber durch Nationalspieler Eike Buda das Empty-Net-Goal zum 7:9.
„Insgesamt eine unnötige, ärgerliche Niederlage, da wir das Spiel in der ersten Hälfte im Griff hatten. Im Vergleich zum ersten Heimspiel war jedoch eine riesen Verbesserung sichtbar. Wir haben jedoch aufgehört, die einfachen Dinge richtig zu machen und wollten manchmal zu viel“, so Kapitän Lukas Pfeil.
Weiter geht es für die Renegades mit dem Auswärtsspiel am 19. September gegen die Pinguine aus Baunatal. Dort möchte man wieder Zählbares mit an den Rhein bringen.
Tore Uedesheim: Pfeil (3), Fern, Scholz (je zwei)
Tore Kaufungen: Reichert, Amend (je 2), Pohl, Latusek, Werner, Schweinsberg, Buda (je 1)
Three Stars:
1. Daniel Reichert (Hornets)
2. Dennis Kohl (Renegades)
3. Udo Scholz (Renegades)